Current feelings / open my mind
Hallo meine Lieben!
Heute möchte ich mal ganz offen und ehrlich über das reden, was aktuell in mir und meinem Kopf vorgeht. Mag sein, dass es einfach sein muss und mir gut tut, die Sorgen von der Seele zu reden und sie aus dem Kopf zu bekommen...Seht es als eine Art offenes Seelentagebuch;)
Ich dachte, es tut bestimmt auch vielen da draußen gut, ehrliche Worte zu hören und sich vielleicht mit all dem was bei euch in eurem Leben und in euch vor geht nicht alleine zu fühlen.
Also, um anzufangen beginnen wir zunächst mal bei meiner aktuellen Lage. Nun bin ich seit knapp 1 Woche zurück in Deutschland und habe bereits einige freie Zeit gehabt mich wieder einzugewöhnen an alles was es hier in der Wohnung zu tun gibt, was ich selbst terminlich regeln musste und klar zu kommen damit, dass ich jetzt zwar frei habe, aber irgendwie nicht so richtiges zu tun.
Ich glaube es viel mir alles in den ersten Tagen auf...dass ich nun wahrhaftig wieder im 'realen' Leben zurück bin. Es nicht mehr heißt, die Zeit zu haben woanders zu leben, weg von dem was man eigentlich zuhause in der Heimat immer tut und wer man selbst war. Ich habe schon einiges erfahren, gelernt und gesehen in Belgien. Soo viele Ausflüge gegen dem Ende hin unternommen und ich glaube daher kommt mir der Kontrast eben noch härter vor, wo ich jetzt wieder überwiegend über Tag in Stille bin...
Dennoch ist mir auch bewusst, dass ich nicht wirklich soo eine andere Person war in Belgien. Ich habe eben nur mehr Herausforderungen gehabt, bin etwas eigenständiger geworden, selbstverantwortlich und etwas erwachsener. Trotzdem gab es auch dort schwere Zeiten, voller Zweifel an mir, Sorgen und schlechten Gedanken, dass ich oft in Selbstkritik und dem Gefühl Ungenügend zu sein versank, bzw. mich irgendwie dazu brachte wegzulaufen von der unangenehmen Ruhe in mir.
Ich habe besonders in den letzten Wochen in Gent den Druck gemerkt, dass ich unbedingt noch viel tun sollte. Viel sehen aber auch produktiv sein. Immer wollte ich mehr, nie war mir das was gerade war einfach gut genug. Tja...und dann kommt noch dazu, dass ich oft einfach ungeduldig bin und Befriedigung im Außen suche. Sodass ich letztendlich viel zu viel Geld für leckeres, belohnendes Essen und Klamotten ausgab, die dieses Unzufriedensein einfach befriedigen und mir mehr Wert geben.
Dabei kann mir nichts und niemand die Anerkennung, Wertschätzung und die Erfüllung geben, die ich in mir selbst finden muss. Alles fängt bei mir an...Die Probleme, die ich mir selbst mache bzw. die schlechte Laune und den Pessimismus, das Misstrauen in mir ABER auch die Freude, die Liebe und die Selbstakzeptanz und eigene Wertschätzung fängt bei mir an.
Vielleicht ist im Moment viel im Umbruch in meinem Leben aber auch in meinem Umfeld, durch die vielen Möglichkeiten aufgrund der Lockerungen, sodass dies ein weiterer Treiber meiner Unruhe ist, da ich mich noch nicht so einfach unabhängig von Äußeren Umständen machen kann. Ich bin eben sehr leicht reizbar, beeinflussbar und erlebe viele Dinge intensiver als meine Mitmenschen.
Vielleicht muss ich all diese Emotionen einfach akzeptieren. Und annehmen, dass sie zu mir gehören, mich aber nicht kontrollieren. Dass es immernoch meine Entscheidung ist, wie ich weitermache und wie sehr ich mich in ihnen suhlen und vertiefen möchte.
Wie ihr merkt, ist die aktuelle Zeit sehr intensiv für mich, da ich emotional eher hin- und hergerissen bin, meinen inneren Anker noch nicht gesetzt habe, der mich immer wieder zu mir selbst bringt.
Aber um euch auch positives mitzuteilen, weiß ich nun, dass besonders durch die letzten 5 Tage, ich langsam aber sicher merke, was notwendig ist. Dass ich meinen Zwang zur Produktivität und Leistung zu erbringen stille, indem ich mehr Yoga mache, mir neue Bücher aus der Bibliothek rausgesucht habe, gute hilfreiche Podcasts höre, viel Tagebuch schreibe und es mir einfach erlaube, es mir mit gutem Essen bei einer spannenden Serie bequem zu machen. Weniger tun zu müssen, dafür aber die aktuelle vollkommen freie Zeit noch so gut es geht in Ruhe zu genießen.
Es kann nämlich sein, dass dies nächste Woche schon anders aussieht, falls meine Uni endlich mal die Bachelorbetreuer festlegt und ich mich mehr um meine Bachelorarbeit und die Strukturierung der Zeit kümmern muss.
Wenn Ihr darüber mit mir schreiben wollt oder eure Erfahrungen teilen wollt, was euch in solchen schweren Zeiten hilft, dann hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar oder schreibt mir über Instagram: sweetpastellstrawberry


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Eure Andrea